FREILASSING/SCHÖNAU AM KÖNIGSSEE – Rund um Silvester waren Feuerwehr, Rotes Kreuz und Polizei mit mehreren kleineren Bränden beschäftigt, die mit viel Glück alle relativ glimpflich mit nur leicht Verletzten und überschaubarem Sachschaden ausgingen; zuletzt am Freitagmorgen (2. Januar) gegen 5.50 Uhr, als Nachbarn in der Freilassinger Vinzentiusstraße den Notruf wählten, da sie die Feuermelder in der Hochparterre-Wohnung eines nahezu gehörlosen 70-Jährigen unter ihnen hörten und vor dem Mehrfamilienhaus Rauch rochen. Ein Heizstrahler im Bad hatte einen hölzernen Türrahmen in Brand gesetzt. Die Feuerwehrleute suchten nach möglichen weiteren Betroffenen und führten den Bewohner vom Flur ins Freie, wo ihn das Freilassinger Rote Kreuz notärztlich untersuchte, da er im verqualmten Schlafzimmer war; der Mann wollte dann aber nicht in die Klinik und wurde zu seiner Tochter gebracht, wo er unterkommen kann. Die Feuerwehr ging dann unter Atemschutz auf die Suche, löschte den Glimmbrand am Türrahmen ab, entfernte ihn und stützte das Mauerwerk provisorisch ab. 26 Feuerwehrleute waren mit sieben Fahrzeugen im Einsatz. Das Rote Kreuz war mit zwei Rettungswagen aus Bad Reichenhall und Freilassing, dem Freilassinger Notarzt und dem Einsatzleiter Rettungsdienst vor Ort, kümmerte sich um den Bewohner und sicherte den Feuerwehreinsatz ab. Die Freilassinger Polizei nahm den Brandfall auf.
Am Donnerstagabend (1. Januar) geriet gegen 18.30 Uhr in einem Mehrfamilienwohnhaus im Freilassinger Hagenweg Kunststoff-Mülleimer für Kosmetikabfälle in Brand, wobei vier Menschen, darunter drei Kinder eine Rauchgasvergiftung erlitten und ärztlich behandelt werden mussten. Der Notruf ging wegen des österreichischen Handynetzes in Grenznähe zunächst bei der Landeswarnzentrale Salzburg ein, wurde dann an die Polizeieinsatzzentrale Rosenheim und schließlich an die Leitstelle Traunstein weitergeleitet. Als die Einsatzkräfte eintrafen, hatten alle bereits das Haus verlassen. Die Feuerwehr brachte den verschmorten Mülleimer ins Freie, kontrollierte die Wohnung mit der Wärmebildkamera, belüftete das Gebäude und brachte die Bewohner im warmen Mannschaftsraum ihres Hilfeleistungslöschfahrzeugs unter, die dann das Rote Kreuz übernahm, das mit zwei Rettungswagen aus Freilassing und Bad Reichenhall, Krankenwagen und Notarzt aus Freilassing und dem Einsatzeiter Rettungsdienst ausrückte und zwei Betroffene ins Salzburger Landeskrankenhaus brachte. 40 Feuerwehrleute waren mit sechs Fahrzeugen im Einsatz. Die Freilassinger Polizei nahm den Brandfall auf.
Am Donnerstagmorgen (1. Januar) brannte gegen 8.15 Uhr in der Löslerstraße in der Hinterschönau eine Fassade. Als die Einsatzkräfte der Feuerwehren Schönau und Berchtesgaden eintrafen, war das Feuer bereits gelöscht, so dass sie nur mit der Wärmebildkamera nach Glutnestern suchen und das Haus belüften mussten. Das Rote Kreuz war mit dem Berchtesgadener Krankenwagen, einem Reichenhaller Rettungswagen und dem Einsatzleiter Rettungsdienst unterwegs, musste aber keine Verletzten versorgen. Die Berchtesgadener Polizei nahm den Brandfall auf.

