BAD REICHENHALL – Die ehrenamtliche Sanitäter der BRK-Bereitschaft Bad Reichenhall haben im vergangenen Jahr 5.986 unentgeltliche Stunden geleistet. Bereitschaftsleiter Florian Halter und sein Stellvertreter Florian Harant (von links) gedachten bei der Jahreshauptversammlung der verstorbenen Kameraden Gerhard Thiel, Marie-Luise Stierstorfer und Sepperl Hinterstoißer und zeichneten neun Ehrenamtliche für langjährigen aktiven Dienst aus: (von links) Franz Plobner (60 Jahre), Karl-Heinz Paul (60), Ehrenbereitschaftsleiterin und Ehrenstüberlwirtin Gisela Laubscher (50), Dieter Orwat (5), Rosi Helliel (5), Christoph Hartl (10), Elizabeth Gunstone (10), Bereitschaftsleiter-Stellvertreterin Angela Gabriel (40) und Christl Seeberger (60 Jahre).
„Unsere Angela ist seit über einem Vierteljahrhundert in der Bereitschaftsleitung tätig und kümmert sich in Eigenregie mit viel Engagement um die sozialen Dienste“, lobte Halter. Bürgermeister-Stellvertreterin Anita Winter, Kreisbereitschaftsleiter-Stellvertreter Walter Söldner und Reichenhalls Polizeichef Marcus Roth bedankten sich in ihren Grußworten und im persönlichen Gespräch bei allen Ehrenamtlichen für das „hervorragende Miteinander und die zahlreichen ehrenamtlichen Einsatzstunden.“
Bei Sanitätsvorsorgediensten leisteten die Reichenhaller Rotkreuzler 2025 411 ehrenamtliche Einsatzstunden und versorgten 14 Patienten, von denen vier in eine Klinik mussten, unter anderem beim Reichenhaller Faschingsumzug, beim City & Trail Lauf, der Kurgartenbeleuchtung, dem Klassik-Open-Air am Thumsee und dem Biathlon Weltcup in Ruhpolding. Die mobile Schnell-Einsatz-Gruppe (SEG) war fünfmal im Einsatz, unter anderem bei einem größeren Brand in Berchtesgaden, wobei bei allen Einsätzen 285 Stunden zusammenkamen. Halter dankte seinem leitenden Gruppenführer Christoph Hartl, der mit seinem Team an drei bis vier Abenden pro Monaten Aus- und Fortbildungen organisiert, um die Freiwilligen fit für Einsätze und Dienste zu halten. 2025 kamen bei Aus-, Fort- und Weiterbildungen so 1.250 Stunden zusammen. Bei der Betreuung und Verpflegung von Blutspendern leisteten die Rotkreuzler 225 Stunden und im Hausnotruf-Hintergrunddienst 220 Stunden.
Zur Finanzierung ihrer Ausbildung und Ausrüstung ist die BRK-Bereitschaft maßgeblich auf Spenden und andere Einnahmen angewiesen; in die Mittelbeschaffung haben die Freiwilligen 2025 deshalb 1.090 Stunden investiert, unter anderem mit der Glückshafen-Losbude, dem Einsammeln und Verkauf von Altkleidern. 1.725 Stunden haben allein die Mitglieder der Reichenhaller BRK-Bereitschaft im Herzenswunsch Hospizmobil geleistet, das die heimischen BRK-Bereitschaften gemeinsam mit dem Roten Kreuz Salzburg und Traunstein betreiben. Neben organisatorischen Aufgaben im Hintergrund begleiteten die Freiwilligen auch einen erheblichen Teil der insgesamt 110 Fahrten im letzten Jahr und erfüllten den Fahrgästen ihre oft letzten Wünsche. Halter danke Rosi Helliel und Christina Fuchs, die ihn das ganze Jahr über ehrenamtlich in der Leitung des Dienstes unterstützen.
Alt Wertschätzung für die vielen geleisteten Stunden und als Gegenpol zu den oftmals doch sehr ernsten Einsätzen organisiert die BRK-Bereitschaft immer wieder Feste und Ausflüge, darunter ein Faschingsfrühschoppen, ein Sommerfest und eine Adventsfeier und ein mehrtägiger Ausflug nach Südtirol. „Und auch wenn andere Vereine und Organisationen feiern, ist unsere Fahnenabordnung immer wieder voller Freude dabei!“, berichtet Halter.
