· Einsätze

Ehrenamtliche der BRK-Bereitschaft Berchtesgaden im August bereits bei sieben Einsätzen gefordert

BERCHTESGADEN/BISCHOFSWIESEN/SCHÖNAU AM KÖNIGSSEE – Die ehrenamtliche BRK-Bereitschaft Berchtesgaden war während der vergangenen einsatzreichen Tage wiederholt mit ihrer Schnell-Einsatz-Gruppe (SEG) zur Spitzenabdeckung unterwegs, um den bereits bei anderen Einsätzen gebundenen regulären Notfallrettungsdienst zu ergänzen. Am Montagabend (17. August) mussten sie gegen 21 Uhr in der Schönau zusammen mit der regulären Berchtesgadener Notärztin einem akut erkrankten 27-jährigen Urlauber aus Bulgarien mit starken Schmerzen helfen, den sie dann nach notfallmedizinischer Erstversorgung mit ihrem Notfallkrankenwagen in die Kreisklinik Bad Reichenhall einlieferten. Da beim Einsatz neben den beiden Sanitätern auch der ehrenamtliche Notarzt der Bereitschaft dabei war, musste die reguläre Notärztin den Transport nicht begleiten und war schnell wieder für weitere Einsätze im inneren Landkreis frei. „Mit bisher allein im August sieben teilweise sehr anspruchsvollen Einsätzen waren wir außergewöhnlich intensiv gefordert“, berichtet Bereitschaftsleiter Walter Söldner.

Am Samstagabend (15. August) war die BRK-Bereitschaft um 18.40 Uhr gerade auf dem Rückweg von der trotz aller Mühen erfolglosen Wiederbelebung nach dem Ertrinkungsunfall eines 26-Jährigen am Königssee (wir berichteten), als die beiden freiwilligen Sanitäter und der ehrenamtliche Notarzt von der Leitstelle zu einem schwer verletzten 38-jährigen aus dem inneren Landkreis geschickt wurden, der am Berchtesgadener Mieslötzweg mit seinem Motorrad verunfallt war. Sie versorgten den Einheimischen notfallmedizinisch und übergaben ihn dann an die Besatzung des Salzburger Notarzthubschraubers „Christophorus 6“, die ihn zur Klinik flog, wobei die Ehrenamtlichen bei beiden Einsätzen insgesamt sechs Stunden gefordert waren.

Am Donnerstag (13. August) sicherten zwei Sanitäter und der Notarzt zusammen mit der Bergwacht Ramsau die Kampfstoffräumung im Zauberwald am Hintersee sanitätsdienstlich ab, wo der Kampfmittelräumdienst zwei Nebelsäurefassgeräte bergen musste. Da zunächst unklar war, ob die Fässer noch mit gefährlicher Chlorsulfonsäure gefüllt sind, errichtete die Feuerwehr Ramsau einen Dekontaminationsplatz. Die Besatzung des Notfallkrankenwagens nahm ihre ABC-Schutzausstattung mit und wäre in der Lage gewesen, auch kontaminierte Patienten notfallmedizinisch zu versorgen. „Nach Auslieferung der Ausrüstung und Ausbildung der Helfer war das unser erster Einsatz mit der neuen Ausstattung“, berichtet Söldner.

Nach einem Einsatz zusammen mit Polizei und Feuerwehr im Markt Berchtesgaden brauchte am 6. August gegen 22.50 Uhr eine akut erkrankte 49-jährige Urlauberin aus Berlin notärztliche Hilfe, die die Ehrenamtlichen mit der regulären Berchtesgadener Notärztin versorgten und in die Kreisklinik Bad Reichenhall brachten. Am 5. August rückte die BRK-Bereitschaft gegen 20.30 Uhr zusammen mit der Berchtesgadener Notärztin an den Königssee aus, wo eine 55-jährige Hamburgerin allergisch auf einen Insektenstich reagierte, notfallmedizinisch versorgt und dann in die Kreisklinik Bad Reichenhall eingeliefert werden musste.

Am 2. August kam es am frühen Nachmittag in der Stanggaß zu einer Rauchentwicklung aus einem Keller; die gegen 14.15 Uhr alarmierte BRK-Bereitschaft sicherte den rund eineinhalbstündigen Einsatz der Feuerwehr zusammen mit dem regulären Berchtesgadener Notarzt, dem Einsatzleiter Rettungsdienst und einer Rettungswagen-Besatzung aus Bad Reichenhall ab. Verletzt wurde niemand, da entgegen erster Befürchtungen niemand im Haus war, der den Rauch eingeatmet hatte.

Am 30. Juli brauchte gegen 20 Uhr eine 47-Jährige mit allergischer Reaktion nach einen Wespenstich in Bischofswiesen Hilfe, die die Besatzung des Notfallkrankenwagens versorgte und in die Kreisklinik Bad Reichenhall brachte. Am 28. Juli waren zwei Sanitäter auf dem Weg zu einer Übung, als sie gegen 18.30 Uhr bei einem Verkehrsunfall an der Gmundbrücke vorbeikamen. Sie versorgten die verletzte 35-jährige Berlinerin und brachten sie dann in die Kreisklinik Bad Reichenhall. 

Am 14. Juli war am Schapbachweg knapp oberhalb des Hammerstiel-Parkplatzes ein 55-jähriger einheimischer Radlfahrer gestürzt, den die Bergwacht versorgte und an ihre Rettungswache fuhr, wo ihn die BRK-Bereitschaft mit dem Notfallkrankenwagen übernahm, weiter mit der Berchtesgadener Notärztin und dem Schellenberger Bergwachtnotarzt versorgte und dann in die Kreisklinik Bad Reichenhall brachte. Am 11. Juli war die BRK-Bereitschaft zur Absicherung eines längeren Einsatzes wegen einer wiederholt brennenden Ölpresse im Gewerbegebiet Pfaffenfeld im Einsatz (wir berichteten).