· Einsätze

Bergwacht rettet 40-Jährigen und seinen erschöpften Labrador vom Alpgartensteig im Lattengebirge

BAD REICHENHALL – Die Bergwachten Bad Reichenhall und Teisendorf-Anger und die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“ haben am späten Sonntagvormittag (16. August) einen 40-jährigen Urlauber aus Schleswig-Holstein und seinen 27 Kilo schweren Labrador aus rund 1.400 Höhenmetern vom oberen Alpgartensteig im Lattengebirge gerettet. Der Mann war mit dem Vierbeiner vom Hochschlegel abgestiegen, musste ihn bereits stellenweise über die Leitern tragen und kam dann geländebedingt nicht mehr weiter, wobei beide so erschöpft waren, dass sie nicht mehr wieder aufsteigen und mit der Seilbahn ins Tal fahren hätten können, weshalb der Urlauber dann gegen 10.45 Uhr den Notruf wählte, da er auch keinen Internetempfang hatte und nicht nachschauen konnte, ob der weitere Abstieg noch anspruchsvoller wird. Der Heli setzte einen Bergretter und eine Hundeführerin an der Einsatzstelle ab, die den Mann in einem Rettungssitz und den Vierbeiner im Fluggeschirr sicherten, so dass sie der Heli ohne größeren Zeitaufwand mit der Winde aufnehmen und nach Bayerisch Gmain ins Tal fliegen konnte. Acht Bergretter waren im Einsatz.

Am Samstagabend (15. August) ging gegen 17.40 Uhr ein Notruf vom Hochstaufen ein, wo am Normalweg auf der Südseite rund 120 Meter unterhalb des Reichenhaller Hauses eine erschöpfte und erkrankte 69-Jährige aus Niederbayern im Aufstieg nicht mehr weiterkam; ihre Begleiterin war weiter bis zur Hütte gegangen, um Hilfe zu holen, wobei ein Mitarbeiter zur Einsatzstelle kam und die Erstversorgung übernahm, bis „Christoph 14“ die Verletzte vom Eishöhlenweg (wir berichteten) an der Kreisklinik Bad Reichenhall übergeben, dort einen Reichenhaller Bergretter aufgenommen und dann zusammen mit der Notärztin zur Einsatzstelle am Hochstaufen geflogen hatte. „Christoph 14“ nahm zunächst die Patientin und die Ärztin und dann den Bergretter in zwei Windengängen auf und flog sie direkt zur Kreisklinik Bad Reichenhall. Bereits kurz nach 14.30 Uhr war am Listanger eine 82-jährige Salzburgerin mit dem Radl gestürzt, die von Ersthelfern bis zum Listwirt gebracht wurde, wo sie eine Rettungswagen-Besatzung des Reichenhaller Roten Kreuzes erstversorgte und dann in die Kreisklinik Bad Reichenhall brachte. 

Am Freitagabend (14. August) wurde kurz nach 21 Uhr über Notruf vom Campingplatz Winkl aus ein ein mutmaßliches alpines Notsignal im Bereich der Berchtesgadener Rinne am Vorderen Rotofen (Nase der Schlafenden Hexe) gemeldet. Ein Reichenhaller Bergretter, der in der Nähe wohnt, fuhr zu den Meldern, beobachtete die Lichter und konnte schnell Entwarnung geben, da sie sich über die Rotofenscharte in Richtung Signalkopf bewegten und nur durch die Bäume und Sträucher wie Blinklichter gewirkt hatten. Bereits gegen 20.30 Uhr mussten die Bergwacht Teisendorf-Anger und der Einsatzleiter Saalachtal zum Teisenberg ausrücken, wo eine 54-Jährige aus dem nördlichen Landkreis beim Abstieg von der Stoißer Alm gestolpert war und sich schwer am Sprunggelenk verletzt hatte. Die Bergwacht und der Angerer Bergwacht-Notarzt versorgten sie und übergaben sie im Tal an die Rettungswagen-Besatzung des Teisendorfer Roten Kreuzes, die sie in die Kreisklinik Bad Reichenhall brachte. Sieben Bergretter waren im Einsatz.