· Einsätze

65-Jährige bricht sich im Abstieg von der Toni-Lenz-Hütte den Unterarm

SCHELLENBERGER FORST – Die Bergwacht Marktschellenberg und die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“ haben am frühen Samstagabend (15. August) eine 65-Jährige gerettet, die gegen 16.45 Uhr am Eishöhlenweg beim Abstieg von der Toni-Lenz-Hütte gestolpert war, den Sturz mit der Hand abfangen wollte und sich dabei den Unterarm gebrochen hatte. Der Heli nahm am Tallandeplatz auf der Thorerwiese einen Schellenberger Bergretter auf und setzte die Notärztin und den Bergretter dann mit der Winde an der Einsatzstelle ab, wo beide zusammen mit dem Begleiter als Ersthelfer die Frau versorgten und so in einem Rettungssitz sicherten, so dass sie der Heli mit der Winde aufnehmen und ins Tal fliegen konnte; dort stieg der Bergretter aus und „Christoph 14“ flog die 65-Jährige wegen mehrerer zeitgleicher Einsätze im inneren Landkreis direkt weiter zur Kreisklinik Bad Reichenhall, wo bereits der nächste Einsatz zusammen mit der Reichenhaller Bergwacht am Hochstaufen anstand. 

Bereits am Mittwochmittag (12. August) musste die Bergwacht gegen 12 Uhr auf den Eishöhlenweg östlich oberhalb des Bachgrabens ausrücken, wo sich eine 20-Jährige aus dem nördlichen Landkreis am Fuß verletzt hatte; die Bergretter versorgten die junge Frau zusammen mit dem Schellenberger Bergwacht-Notarzt, fuhren sie ins Tal und übergaben sie an eine Rettungswagen-Besatzung des Berchtesgadener Roten Kreuzes, die sie in die Kreisklinik Bad Reichenhall brachte. 

Am Freitagnachmittag (7. August) war die Bergwacht zusammen mit „Christoph 14“ für eine mehrfach umgeknickte und am Sprunggelenk verletzte 29-jährige Münchnerin und ihre beiden sechs- und siebenjährigen Töchter im Einsatz. Eine Ersthelferin war von der Mittagsscharte weiter in Richtung Stöhrhaus aufgestiegen und hatte gegen 15.45 Uhr den Notruf abgesetzt; die noch bedingt gehfähige Patientin war langsam weiter zur Toni-Lenz-Hütte abgestiegen, wo sie weiterer Bergsteiger traf, die sich um sie und die Kinder kümmerten, bis der Heli eintraf, zunächst die Mutter und danach die beiden Kinder mit der Winde abholte und ins Tal flog; die Frau fuhr anschließend selbst in eine Klinik.

Am 3. August musste „Christoph 14“ gegen 8 Uhr in der Früh einen internistisch erkrankten Patienten mit Sonnenstich vom Stöhrhaus holen und am 1. August gegen 9.45 Uhr einen Mann mit Beinproblemen zwischen Stöhrhaus und Gatterl. Am 31. Juli war die Besatzung des Salzburger Notarzthubschraubers „Christophorus 6“ gegen 15 Uhr am Weg vom Stöhrhaus in Richtung Gern wegen einer Bänderverletzung am Sprunggelenk im Einsatz und am 28. Juli „Christoph 14“ gegen 20.30 Uhr im letzten Tageslicht am Stöhrweg wegen eines Sturzes mit dem Kopf auf einen Stein. Am 25. Juli brauchte eine 55-jährige Niederländerin notärztliche Hilfe, die in der Almbachklamm wahrscheinlich auf glitschigen Steinen im Wasser ausgerutscht war und sich den Fuß gebrochen und ausgerenkt hatte; ein Ersthelfer ging bergab und setzte gegen 16 Uhr einen Notruf ab, woraufhin die Bergwacht und der Schellenberger Bergwacht-Notarzt ausrückten, die Frau zwischen Brücke 5 und 6 notfallmedizinisch versorgten und dann vom nachgeforderten „Christoph 14“ mit der Winde ausfliegen ließen, mit dem sie dann zur Kreisklinik Bad Reichenhall geflogen wurde.  Bereits am 21. Juli brauchte gegen 18 Uhr ein 56-Jähriger aus Nordrhein-Westfalen mit gebrochenem Sprunggelenk ganz unten in der Almbachklamm Hilfe, den die Rettungswagen-Besatzung des Berchtesgadener Roten Kreuzes zusammen mit der Bergwacht versorgte und dann in die Kreisklinik Bad Reichenhall brachte. Am 14. Juli wurde von anderen Wanderern gegen 13 Uhr über das Souvenirgeschäft eine vermeintliche Notlage von drei Leuten in der Klamm gemeldet, die sich dann aber als Fehleinsatz für die Bergwacht herausstellte.