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Bergwacht Berchtesgaden bei weiteren Einsätzen für Erkrankte, Verletzte und Verstiegene gefordert – 24-Jähriger stürzt auf der Kehlstein-Südwestseite tödlich ab

Die Alpine Einsatzgruppe (AEG) Ost der Polizei nahm den Bergunfall auf und kümmerte sich zusammen mit einer Polizeihubschrauberbesatzung um die Bergung des Toten.
Am Freitagnachmittag (21. August) mussten die Bergwacht und „Christoph 14“ eine akut Erkrankte bei den Stufenleitern unterhalb des Purtschellerhauses am Hohen Göll notärztlich versorgen und mit der Winde retten.
Bereits um 11 Uhr hatte ein Bergsteiger den Notruf gewählt, da er sich im Abstieg vom Kleinen Watzmann zum Mooslahner verstiegen hatte; die Bergwacht und „Christoph 14“ konnten ihn finden und mit der Winde retten.

BERCHTESGADEN/SALZBERG – Die Bergwacht Berchtesgaden war während der vergangenen Tage bei 13 weiteren Einsätzen für akut Erkrankte, Verletzte, Verstiegene und Erschöpfte gefordert. In der Nacht von Mittwoch (2. September) auf Donnerstag musste sie gemeinsam mit der Polizei zu Fuß, per Wärmebild-Drohne und mit einem Heli einen vermissten 24-Jährigen aus Nordrhein-Westfalen suchen, der um 11 Uhr am Vormittag allein zum Kehlsteinhaus wollte, sich am Abend noch bei seinem Vater gemeldet und mitgeteilt hatte, dass es später wird, dann aber nicht mehr erreichbar war, weshalb der Vater schließlich gegen 21.30 Uhr die Einsatzkräfte verständigte. Der gemeinsame Fußtrupp von Bergwacht und Polizei fand den auf der Kehlstein-Südwestseite am Beginn des Steftensteigs im Endstal tödlich Abgestürzten gegen 0.50 Uhr; die Polizei konnte ermitteln, dass der erfahrene und gut ausgerüstete Bergsteiger wahrscheinlich vom Kehlstein über den Mannlgrat weitergegangen und dann über den Steftensteig abgestiegen war. Die Alpine Einsatzgruppe (AEG) Ost der Polizei nahm den Bergunfall auf und kümmerte sich zusammen mit einer Polizeihubschrauberbesatzung um die Bergung des Toten. Der Kriseninterventionsdienst (KID) betreute den Vater. Die Bergwacht war mit fünf Berchtesgadener Bergrettern, drei Spezialisten des Technikbusses mit der Wärmebild-Drohne und zwei Krisenberatern im Einsatz.

Am Donnerstagmittag (3. September) war gegen 12.20 Uhr eine Frau am Obersee gestürzt und mit dem Kopf aufgeschlagen, die die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“ versorgte und zum Klinikum Traunstein flog. Am frühen Dienstagnachmittag (1. September) hatte sich gegen 14 Uhr ein Wanderer im weglosen Steilgelände in der Nähe der Gotzenalm verstiegen; ein Fußtrupp der Bergwacht konnte den Unverletzten finden und zur Alm zurückbringen. Bereits kurz nach 12.30 Uhr brauchte eine 68-Jährige aus Baden-Württemberg Hilfe, die sich am Söldenköpfl den Fuß verletzt hatte; die Bergwacht versorgte sie und übergab sie dann an eine Rettungswagen-Besatzung des Berchtesgadener Roten Kreuzes, die sie in die Kreisklinik Bad Reichenhall brachte. Gleichzeitig lief ein weiterer Einsatz im Isidor-Klettersteig am Grünstein, wo sich gegen 12.20 Uhr nur 100 Meter über dem Einstieg ein 24-Jähriger aus Brandenburg die Kniescheibe ausgerenkt hatte, den die Bergwacht dann zusammen mit der Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“ mit der Winde rettete und an die Krankenwagen-Besatzung des Berchtesgadener Roten Kreuzes übergab, die ihn in die Kreisklinik Bad Reichenhall einlieferte. Bereits um 11 Uhr hatte ein Bergsteiger den Notruf gewählt, da er sich im Abstieg vom Kleinen Watzmann zum Mooslahner verstiegen hatte; die Bergwacht und „Christoph 14“ konnten ihn finden und mit der Winde retten.

Am Sonntagmittag (30. August) musste die Bergwacht eine 68-Jährige aus dem Landkreis Altötting mit dem Fahrzeug vom Grünstein ins Tal bringen, die gegen 12.15 Uhr im Abstieg mit Kreislaufproblemen nicht mehr weiterkam und dann von einer Rettungswagen-Besatzung des Berchtesgadener Roten Kreuzes in die Kreisklinik Bad Reichenhall gebracht wurde. Bereits um 10 Uhr brauchte ein 74-jähriger Mittelfranke mit Kreislaufproblemen an der Königsbachalm die Bergwacht, die ihn ins Tal brachte und an eine Rettungswagen-Besatzung des Berchtesgadener Roten Kreuzes übergab, die ihn in die Kreisklinik Bad Reichenhall einlieferte. 

Am späten Samstagnachmittag (29. August) ging gegen 17.15 Uhr eine Vermisstenmeldung aus Salet ein, da eine Wanderin ihren Mann nicht mehr finden konnte, von dem sie sich zuvor im Abstieg vom Schwarzensee getrennt hatte, um vergessene Wanderstöcke zu holen; der Einsatzleiter klärte die Lage ab, der Vermisste tauchte dann aber wieder auf, bevor eine größere Suche gestartet wurde und die Wasserwacht Einsatzkräfte mit ihrem Boot über den Königssee bringen musste. Bereits um 10.50 Uhr musste die Bergwacht zusammen mit der Feuerwehr und „Christoph 14“ wegen eines mutmaßlich brennenden Menschen in der Saugasse ausrücken, was sie nach Abklärung durch den Heli dann als falscher Alarm herausstellte (wir berichteten). Am Donnerstagnachmittag (27. August) hatte sich gegen 13.45 Uhr eine 60-Jährige aus Nordrhein-Westfalen am Jenner-Vogelstein am Fuß verletzt; die Ehrenamtlichen versorgten sie und übergaben sie in Hinterbrand an eine Rettungswagen-Besatzung des Berchtesgadener Roten Kreuzes, die sie in die Kreisklinik Bad Reichenhall einlieferte. Am frühen Montagnachmittag (24. August) war gegen 14.30 Uhr ein 74-Jähriger aus Nordrhein-Westfalen am Windschartenkopf auf der Kleinen Reibe gestürzt und auf den Kopf gefallen; die Bergwacht und „Christoph 14“ retteten ihn mit der Winde; die Krankenwagen-Besatzung des Berchtesgadener Roten Kreuzes brachte ihn dann vom Schneewinkl-Landeplatz in die Kreisklinik Bad Reichenhall. Am Sonntagabend (23. August) hatte eine besorgte Frau kurz nach 19 Uhr zwei vermeintlich Hilflose im Abstieg vom Grünstein gemeldet, denen sie den weiteren Weg ins Tal nicht mehr zutraute; die Bergwacht musste letztlich aber nicht ausrücken. Am Freitagnachmittag (21. August) mussten die Bergwacht und „Christoph 14“ eine akut Erkrankte bei den Stufenleitern unterhalb des Purtschellerhauses am Hohen Göll notärztlich versorgen und mit der Winde retten.