FREILASSING – Am frühen Montagmorgen ist eine 80-jährige Frau bei einem Wohnungsbrand in Freilassing ums Leben gekommen; zwei 55 und 65 Jahre alte Feuerwehrmänner wurden nach erster Einschätzung leicht durch Rauchgase verletzt und mussten von der Schnell-Einsatz-Gruppe (SEG) Transport der ehrenamtlichen BRK-Bereitschaften Ainring und Freilassing zur ambulanten Behandlung in die Kreisklinik Bad Reichenhall eingeliefert werden; die weiteren Bewohner des Mehrfamilienhauses kamen mit dem Schrecken davon. Laut Polizei entstand ein Sachschaden mit einem mittleren fünfstelligen Eurobetrag. Die Kriminalpolizei Traunstein ermittelt nun die genaue Ursache.
Kurz nach 2.50 Uhr ging bei der Leitstelle Traunstein ein Notruf ein, da Rauch aus einer Wohnungstüre im ersten Obergeschoss ins Treppenhaus quoll. Zwei Atemschutztrupps der nach nur sechs Minuten eintreffenden Feuerwehr öffneten gewaltsam die versperrte Tür, setzten einen Rauchvorhang, retteten die 80-Jährige ins Treppenhaus und löschten den Brand zügig ab. Notarzt und Sanitäter des Roten Kreuzes übernahmen die Bewohnerin mit schweren Brandverletzungen, die trotz aller Bemühungen noch vor Ort verstarb. Da es durch die aufgebrochene Türe zu einer Durchzündung gekommen war, schlugen plötzlich auch offene Flammen aus den Fenstern zur Salzstraße, weshalb die Feuerwehr einen weiteren Löschangriff mit der Drehleiter startete.
Mehr als ein Dutzend Hausbewohner hatten das Gebäude vorsorglich selbst verlassen und konnten nach den Löscharbeiten in ihre Wohnungen zurückkehren. Die Feuerwehr verschalte die kaputten Fenster und reparierte die Türe, so dass sie wieder verschlossen werden konnte. 35 Freilassinger Feuerwehrleute waren mit zehn Fahrzeugen gute drei Stunden lang im Einsatz; die nachalarmierte Feuerwehr Ainring rückte mit neun Einsatzkräften und einem Löschfahrzeug aus, um eventuelle Atemschutznotfälle abzusichern. Neben der Kreisbrandinspektion war das Rote Kreuz mit zwei Rettungswagen aus Bad Reichenhall und Freilassing, zwei Notfallkrankenwagen der ehrenamtlichen BRK-Bereitschaften Ainring und Freilassing, dem Freilassinger Notarzt und dem Einsatzleiter Rettungsdienst vor Ort. Der Kriseninterventionsdienst (KID) überbrachte die Todesnachricht an die Angehörigen.
Beamte der Freilassinger Polizei nahmen die Ermittlungen zur bisher unbekannten Ursache auf, die dann der Kriminaldauerdienst der Kriminalpolizeiinspektion Traunstein übernahm; das zuständige Fachkommissariat 1 führt sie unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein fort. Die Beamten schätzen den Sachschaden auf einen mittleren fünfstelligen Eurobetrag.

