MARKTSCHELLENBERG/BAD REICHENHALL/SCHÖNAU/RAMSAU – Die Bergwachten Bad Reichenhall, Berchtesgaden, Marktschellenberg und Ramsau waren am Wochenende bei mehreren Einsätzen für Verletzte, Erkrankte und in Bergnot Geratene am Hochstaufen, am Untersberg, am Königssee am Watzmann, auf der Reiter Alpe und in der Röth gefordert.
Am Sonntagabend (5. Juli) gegen 18 Uhr musste die Besatzung des Hinterglemmer Notarzthubschraubers „Martin 6“ zur Wasseralm in der Röth fliegen, wo ein Patient mit allergischer Reaktion nach einem Insektenstich notärztliche Hilfe brauchte. Bereits gegen 10.15 Uhr war ein Notruf vom Röthsteig eingegangen, wo sich in knapp 1.300 Höhenmetern eine Frau am Fuß verletzt hatte, die die Bergwacht Berchtesgaden und die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“ mit der Winde retteten und dann zur Kreisklinik Bad Reichenhall flogen; der Begleiter konnte selbst absteigen.
In der Früh war „Christoph 14“ kurz nach 7 Uhr bereits am Watzmannhaus und holte einen Bergsteiger, der sich am Vortag im Abstieg vom Hocheck die Kniescheibe ausgerenkt und wieder selbst reponiert hatte und mit starken Schmerzen auch am nächsten Tag nicht mehr absteigen konnte.
Am späten Samstagnachmittag (4. Juli) setzten gegen 17 Uhr zwei 31 und 33 Jahre alte Frauen aus dem Landkreis Mühldorf einen Notruf ab, da sie am Berchtesgadener Hochthron (Untersberg) in der Kletterroute „Doriweg“ (V+) nach einem Steinschlag beschlossen hatten, wieder abzuseilen, dabei aber einer der beiden Kletterinnen ihr Abseilgerät hinuntergefallen war. Zwei Bergretter der Bergwacht Marktschellenberg und „Christoph 14“ retteten die Unverletzten mit der Winde aus der Wand. Bereits kurz nach 12.30 Uhr brauchte ein 28-jähriger Salzburger am Salzburger Hochthron (Untersberg) Hilfe, da er am Blausandpfeiler am Beginn der Route „Mezzo Rosso“ (V) abgerutscht und geschätzte drei Meter abgestürzt war. „Christoph 14“ setzte seinen Notarzt und einen Schellenberger Bergretter ab, die die mittelschwere Fußverletzung versorgten und den Mann so sicherten, dass ihn der Heli nach einer Zwischenlandung am Stöhrhaus mit der Winde aufnehmen und ins Tal fliegen konnte, wo ihn eine Rettungswagen-Besatzung des Berchtesgadener Roten Kreuzes übernahm und dann ins Salzburger Unfallkrankenhaus einlieferte.
Am späten Samstagvormittag musste der Einsatzleiter der Ramsauer Bergwacht telefonisch eine mögliche alpine Notlage am Schaftlsteig auf der Reite Alpe abklären, wo gegen 11.15 Uhr eine Frau den Notruf gewählt hatte, da sie ihren Begleiter nicht mehr finden konnte. Am Samstagvormittag waren die Reichenhaller Bergwacht und „Christoph 14“ im Goldtropfsteig am Hochstaufen gefordert, wo gegen 10.20 Uhr eine Dreiergruppe den Notruf gewählt hatte, da ein 24-jähriger Sachse erschöpft und durch das alpine Gelände psychisch blockiert in rund 1.500 Höhenmetern nicht mehr weiterkam. Der Heli setzte einen Bergretter an der Einsatzstelle ab, der den Unverletzten in einem Rettungssitz sicherte, so dass er mit der Winde aufgenommen und zum Flatscherreindl ausgeflogen werden konnte. Sechs Bergretter waren gute eineinhalb Stunden im Einsatz.
Am Donnerstag (2. Juni) war gegen 11.30 Uhr eine 62-jährige Tschechin in Sankt Bartholomä gestürzt und hatte sich sehr schmerzhaft das Sprunggelenk gebrochen und ausgerenkt. „Christoph 14“, die Berchtesgadener Wasserwacht mit ihrem Rettungsboot und die Rettungswagen-Besatzung des Freilassinger Roten Kreuzes versorgten die schwerer Verletzte und flogen sie dann zur Kreisklinik Bad Reichenhall.








