BERCHTESGADENER LAND – Am Samstag und Sonntag waren die Einsatzkräfte von Rotem Kreuz, Feuerwehr und Polizei bei sieben zum Teil zeitgleichen Verkehrsunfällen mit insgesamt neun Verletzten gefordert: Am Sonntag (20. September) stürzte gegen 14.30 Uhr vor dem Berchtesgadener Bahnhof ein 64-jähriger Kradfahrer aus dem Tennengau, den das Berchtesgadener Rote Kreuz mit Rettungswagen und Notärztin versorgte und in die Kreisklinik Bad Reichenhall brachte. Gegen 11.30 Uhr waren auf der Bergwerkstraße an der Einmündung der Obersalzbergstraße ein Bus und ein Auto zusammengestoßen, wobei die alarmierte Rettungswagen-Besatzung des Berchtesgadener Roten Kreuzes im Bus eine leicht im Gesicht verletzte 74-jährige Frau aus Nordrhein-Westfalen versorgte, die dann aber nicht mit ins Krankenhaus fuhr.
Gegen 11.15 Uhr passierte auf der Deutschen Alpenstraße (B305) in Weißbach auf Höhe der Abzweigung zum Jochberg ein Unfall mit einem Motorrad und zwei Autos. Den Ermittlungen der Reichenhaller Polizei zufolge war ein 48-Jähriger aus dem Landkreis Altötting mit seinem Caddy in Richtung Inzell unterwegs, wobei er links abbiegen wollte und dabei den entgegenkommenden 47-jährigen Motorradfahrer aus dem Landkreis Vilsbiburg übersah. Beim Zusammenstoß wurde noch ein nachfolgendes Auto beschädigt. Die Leitstelle schickte sofort die Freiwillige Feuerwehr Weißbach, den Rettungswagen aus Surheim, das Rote Kreuz mit zwei Rettungswagen aus Bad Reichenhall und Siegsdorf, dem Traunsteiner Rettungshubschrauber „Christoph 14“ und dem Einsatzleiter Rettungsdienst los, wobei sich die Lage dann vor Ort weniger dramatisch als befürchtet darstellte: Sowohl der Kradfahrer als auch die beiden Kinder im Caddy kamen nach erster Einschätzung leicht verletzt davon; der 48-jährige Caddy-Fahrer und der dahinterfahrende Halleiner blieben unverletzt; der Kradfahrer kam per Rettungswagen in die Kreisklinik Bad Reichenhall, wo die Ärzte dann doch schwerwiegendere Verletzungen feststellten, weshalb er offiziell als schwer verletzt gilt. Die Reichenhaller Polizei nahm den Unfall auf und schätzt den Gesamtsachschaden auf rund 40.000 Euro. Die Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Die Feuerwehr übernahm die Erstversorgung, sicherte die Unfallstelle ab, stellte den Brandschutz sicher, regelte den Verkehr und reinigte die Straße.
Gleichzeitig war das Reichenhaller Rote Kreuz mit Rettungswagen und Notarzt am Radlweg an der Saalach im Einsatz, wo kurz nach 11 Uhr auf Höhe der Vogelthennstraße ein Unfall mit drei beteiligten Radlfahrern passiert war. Die Einsatzkräfte versorgten eine 41-Jährige aus dem mittleren Landkreis, die sich an der Schulter verletzt hatte und brachten sie dann in die Kreisklinik Bad Reichenhall. Kurz nach 9.30 Uhr war auf der B20 bei Piding zwischen der Ampel an der Abzweigung nach Urwies und dem Kreisverkehr ein 60-jähriger Motorradfahrer aus Rheinland-Pfalz verunfallt, den eine Rettungswagen-Besatzung des Reichenhaller Roten Kreuzes versorgte und in die Kreisklinik Bad Reichenhall brachte. Die Freiwillige Feuerwehr Piding sicherte die Unfallstelle ab und reinigte die Fahrbahn von ausgelaufenen Betriebsstoffen.
Am Samstagnachmittag (19. September) war kurz nach 16.30 Uhr ein 54-jähriger Salzburger auf dem Heimweg auf Höhe der Rupertus Therme nach rechts von der B20 abgekommen und frontal mit einem Baum am Parkplatz zusammengestoßen. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Wagen völlig deformiert und zurück auf die Fahrbahn geschleudert. Der Mann konnte sich selbst befreien, wurde von Ersthelfern betreut und dann vom Reichenhaller Roten Kreuz weiter notärztlich untersucht und mit nach erster Einschätzung nur leichten Verletzungen in die Kreisklinik Bad Reichenhall eingeliefert. An seinem Auto entstand wirtschaftlicher Totalschaden in Höhe von mehreren zehntausend Euro. Die Reichenhaller Polizei ermittelt noch die genauen Hintergründe des Unfalls und kann noch nichts zur Ursache sagen. Die Reichenhaller Feuerwehr sicherte die Unfallstelle ab, stellte den Brandschutz sicher, reinigte die Fahrbahn und regelte den Verkehr.
Gleichzeitig war das Berchtesgadener Rote Kreuz auf dem Achenweg auf Höhe des Parkplatzes hinter dem Rewe im Einsatz, wo gegen 16.15 Uhr ein 40-jähriger Gravelbike-Fahrer aus Salzburg von einem älteren Mann und einer älteren Frau mit ihren E-Bikes geschnitten wurde, die auf den Achenweg eingefahren waren, woraufhin er stürzte. Das Duo setzte den Weg fort, ohne sich um den am Arm Verletzten zu kümmern. Eine Rettungswagen-Besatzung des Berchtesgadener Roten Kreuzes versorgte ihn und lieferte ihn dann ins Salzburger Unfallkrankenhaus ein. Der Geschädigte konnte eine Personenbeschreibung geben: Beide hatten lange Haare, wobei der Mann sie zu einem Zopf zusammengebunden hatte. Der Mann trug ein türkises Oberteil und die Frau war weiß gekleidet. Zeugen, die den Unfall beobachtet haben oder sachdienliche Hinweise geben können, sollen sich unter der Telefonnummer +49 (0) 8652 94670 bei der Polizeiinspektion Berchtesgaden melden.

