BERCHTESGADENER LAND - Sieben ehrenamtliche Helfer aus den Bereitschaften und Fachdiensten des Roten Kreuzes haben am 9. und 11. Juni im Lehrsaal des BRK-Kreisverbands Berchtesgadener Land die Einsatzkräftegrundausbildung Betreuungsdienst absolviert. Ausbilder Till Schöndorfer vermittelte den Teilnehmern an den beiden Abenden in insgesamt zehn Unterrichtseinheiten die wesentlichen Grundlagen für betreuungsdienstliche Aufgaben bei größeren Einsätzen und Schadenslagen.
Bei Einsätzen ist es immer wieder notwendig, vorhandene Kräfte flexibel und fachdienstübergreifend einzusetzen. Die Ausbildung soll die ehrenamtlichen Rotkreuzler deshalb dazu befähigen, unter Anleitung ausgebildeter Fachkräfte und Führungskräfte bei betreuungsdienstlichen Maßnahmen mitzuwirken und die Grundbedürfnisse betroffener Menschen entsprechend der jeweiligen Notlage bestmöglich zu erfüllen.
Neben den verschiedenen Einsatzanlässen des Betreuungsdienstes beschäftigten sich die Teilnehmer mit dessen Aufgaben, Strukturen und unterschiedlichen Einsatzphasen. Weitere Schwerpunkte waren die praktische Durchführung von Betreuungsmaßnahmen, der Betrieb von Ausgabestellen und die Mitwirkung bei der vorübergehenden Unterbringung betroffener Menschen. Auch die psychischen Belastungen, denen Einsatzkräfte während und nach belastenden Einsätzen ausgesetzt sein können, wurden ausführlich behandelt.
Die Einsatzkräftegrundausbildung Betreuungsdienst, kurz EGA-BtD, ist ein Bestandteil der umfassenden Grundausbildung für ehrenamtliche Einsatzkräfte. Dazu gehören außerdem eine Erste-Hilfe-Ausbildung, das Rotkreuz-Einführungsseminar sowie die Grundausbildungen Einsatz, Sanitätsdienst und Technik und Sicherheit. Nach Abschluss aller Ausbildungsbausteine können die Helfer unter Anleitung erfahrener Fachkräfte und Führungskräfte vielseitig in den unterschiedlichen Aufgabenbereichen des Roten Kreuzes eingesetzt werden.
Mit der erfolgreich absolvierten Ausbildung stehen dem BRK-Kreisverband Berchtesgadener Land nun sieben weitere Helfer zur Verfügung, die bei größeren Schadenslagen und außergewöhnlichen Einsatzsituationen flexibel eingesetzt werden und zur verlässlichen Versorgung und Betreuung betroffener Menschen beitragen können.


