· Einsätze

Reichenhaller Bergwacht bei drei Nachteinsätzen am Hochstaufen und Zwiesel gefordert

Hochstaufen-Einsatz am 3. Oktober.
Hochstaufen-Einsatz am 3. Oktober.
Hochstaufen-Einsatz am 3. Oktober.
Hochstaufen-Einsatz am 3. Oktober.
Hochstaufen-Einsatz am 3. Oktober.
Listanger-Einsatz am 13. Oktober.
Listanger-Einsatz am 13. Oktober.

BAD REICHENHALL/KARLSTEIN – Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte der Reichenhaller Bergwacht waren während der vergangenen Tage bei drei Nachteinsätzen im Hochstaufen- und Zwieselgebiet gefordert. Am Dienstagabend (13. Oktober) war gegen 20 Uhr ein 21-jähriger Einheimischer oberhalb des Listangers mit dem Mountainbike gestürzt und ohne Helm mit dem Kopf aufgeschlagen, wobei er zunächst noch selbst talwärts schob, dann aber den Notruf wählte, da es ist derart schwindelig und schlecht war, dass er Angst hatte, bewusstlos zu werden. Die Leitstelle Traunstein schickte die Bergwacht los, die den Reichenhaller Notarzt nachforderte und vom Bruckthal zur Einsatzstelle brachte. Nach notfallmedizinischer Erstversorgung kam der junge Mann dann mit dem Rettungswagen des Freilassinger Roten Kreuzes in die Kreisklinik Bad Reichenhall, wobei der Einsatz eine gute halbe Stunde dauerte.

Am Mittwochabend (7. Oktober) wählten kurz nach 20.30 Uhr eine 55-jährige Frau und ein 58-jähriger Mann aus Nordrhein-Westfalen den Notruf, da sie erschöpft und ohne Licht im Abstieg vom Hochstaufen mit ihrem Hund im dichten Bergwald die Orientierung verloren hatten. Die Bergwacht stieg auf, stattete sie mit Stirnlampen aus und begleitete sie sicher zum Parkplatz zurück. 

Am Samstagabend (3. Oktober) hatte sich gegen 20 Uhr ein 45-Jähriger aus dem nördlichen Landkreis am Hochstaufen den rechten Fuß gebrochen, als er mit einem sechsjährigen Kind von der Barlmahd zur Padinger Alm absteigen wollte und ich dichten Bergwald knapp unterhalb des 1.000-Meter-Steins über eine Wurzel gestolpert war. Die Bergwachten Bad Reichenhall und Freilassing rückten mit zehn Einsatzkräften aus, trafen gegen 20.45 Uhr ein, versorgten den Verletzten notfallmedizinisch und transportierten ihn dann in der Gebirgstrage rund 200 Höhenmeter talwärts bis zur Forststraße; von dort aus gings mit dem Bergwachtauto weiter bis zum Rettungswagen des Reichenhaller Roten Kreuzes, mit dem der Mann dann in die Kreisklinik Bad Reichenhall eingeliefert wurde. Der Einsatz dauerte bis kurz vor 22.30 Uhr

Aktuell verlieren wir täglich rund drei bis vier Minuten Tageslicht; innerhalb einer Woche sind das bereits etwa 25 Minuten. Wer am Nachmittag noch bei Tageslicht aufbricht oder sich beim Abstieg verspätet, kann schneller als gedacht in die Dunkelheit geraten. Ohne Stirnlampe werden selbst bekannte Wege riskant: Wurzeln, Steine und unwegsames Gelände sind kaum noch zu erkennen. Daher unser Tipp: Nehmt bei jeder Bergtour eine vollständig aufgeladene Lampe mit – auch bei vermeintlich kurzen Touren. Plant genügend Zeit für den Abstieg und berücksichtigt den Sonnenuntergang. Prüft vor dem Start den Wetterbericht und die verbleibende Tageslichtzeit. Verlasst euch nicht auf die Taschenlampe des Handys – der Akku wird auch für den Notruf benötigt.