AINRING/MITTERFELDEN - Die ehrenamtliche BRK-Bereitschaft Ainring hat am Samstag (20. Juni) ihren Notfallkrankenwagen im Rahmen einer gemeinsamen Feierstunde mit dem THW-Ortsverband Berchtesgadener Land unter den kirchlichen Segen gestellt. Die ökumenische Segnung fand zum Auftakt der „Blaulichtmeile“ an der Industriestraße in Mitterfelden statt.
Der katholische Pfarrer Wernher Bien und sein evangelischer Amtskollege Ewald Seißler baten um Schutz für die Einsatzkräfte und alle Menschen, denen sie künftig Hilfe leisten. Sie erinnerten daran, dass hinter moderner Technik immer Frauen und Männer stehen, die Verantwortung übernehmen und sich für andere einsetzen. Nach einem gemeinsamen Vaterunser segnete Pfarrer Bien die Einsatzmittel mit Weihwasser.
Im Mittelpunkt der BRK-Bereitschaft Ainring stand der Notfallkrankenwagen, kurz NKTW. Das Fahrzeug war zuvor fünf Jahre im öffentlichen Rettungsdienst eingesetzt und wurde 2025 übernommen. Anschließend bereiteten die Mitglieder der BRK-Bereitschaft den ehemaligen Rettungswagen umfassend für seine künftigen Aufgaben vor.
Unter anderem erneuerten sie die Fahrzeugbeklebung, passten verschiedene Geräthalterungen an, bereiteten den Innenraum auf und stellten die medizinische und einsatztaktische Ausstattung auf die Anforderungen der Bereitschaft um. Die Finanzierung des Fahrzeugs erfolgte vollständig aus Spendengeldern.
„Mit dem Notfallkrankenwagen steht uns ein vielseitiges und leistungsfähiges Einsatzmittel zur Verfügung, das unsere Möglichkeiten bei größeren Schadenslagen, Sanitätsvorsorgediensten und zur Unterstützung des regulären Rettungsdienstes deutlich erweitert. Besonders stolz bin ich auf unsere ehrenamtlichen Helfer, die rund 250 Stunden ihrer Freizeit in die Aufbereitung und Ausstattung investiert haben. Dieses Engagement ist alles andere als selbstverständlich“, erklärt Ainrings Bereitschaftsleiter Tobias Krinke.
Beim Basisfahrzeug handelt es sich um einen allradgetriebenen Mercedes Sprinter, der ursprünglich nach dem bayerischen Rettungswagenkonzept als sogenannter Bayern-RTW ausgebaut wurde. Der Patientenraum verfügt über einen vollwertigen Liegeplatz und drei zusätzliche Sitzplätze. Dadurch können neben einem liegenden Patienten auch mehrere sitzende Patienten betreut und transportiert werden.
Künftig kommt der NKTW unter anderem bei Einsätzen der Schnell-Einsatz-Gruppe, bei größeren Schadensereignissen und im Rahmen von Sanitätsdiensten zum Einsatz. Bei erhöhtem Einsatzaufkommen kann die Bereitschaft damit außerdem den regulären Rettungsdienst unterstützen.
BRK-Ehrenbereitschaftsleiter Ludwig Wetzelsberger würdigte in seinem Grußwort die enge Zusammenarbeit der Hilfsorganisationen am Standort Mitterfelden. BRK, THW und Feuerwehr hätten die Industriestraße gemeinsam zu einer regelrechten „Rettungsstraße“ entwickelt. Die räumliche Nähe erleichtere kurze Wege, eine schnelle Abstimmung und das verlässliche Zusammenwirken im Einsatzfall.
Auch Vertreter der Gemeinde, der Polizei, der Feuerwehr und der beteiligten Organisationen betonten die Bedeutung einer starken Zusammenarbeit im Berchtesgadener Land. Die Blaulichtmeile machte anschaulich, wie eng die Einsatzkräfte vor Ort miteinander verbunden sind und gemeinsam für die Sicherheit der Bevölkerung sorgen.










