BERCHTESGADENER LAND – Das Bayerische Rote Kreuz (BRK) im Berchtesgadener Land bittet alle Menschen, die das heimische Herzenswunsch Hospizmobil des Roten Kreuzes finanziell unterstützen möchten, genau darauf zu achten, wem sie ihre Spende wirklich anvertrauen. Kreisbereitschaftsleiter Florian Halter und sein ehrenamtliches Helferteam wurden während der vergangenen Monate wiederholt darauf aufmerksam gemacht, dass andere auch ortsfremde Organisationen an der Haustüre und auf Supermarkt-Parkplätzen gezielt um Spenden und Fördermitgliedschaften werben und sich dabei auch aufs Hospizmobil berufen, obwohl sie regional überhaupt kein solches Fahrzeug betreiben.
„Das Problem ist, dass die Leute automatisch davon ausgehen, dass das alles Dasselbe ist, ihre Spende ganz sicher von uns zur Erfüllung letzter Wünsche regional verwendet wird und dann ganz verwundert und enttäuscht sind, wenn sie später im persönlichen Gespräch erfahren, dass wir nichts davon wissen und kein einziger Euro bei uns ankommen ist“, bedauert Halter, der sich vor allem deshalb ärgert, weil dabei sogar schon sehr dreist sein eigener Name und der seiner Kollegin Rosi Helliel genannt wurden - „weil wir durch die mittlerweile vielen hundert durchgeführten Fahrten in der Öffentlichkeit recht bekannt sind, die Leute uns persönlich vertrauen, unsere Arbeit wertschätzen und gerne für uns spenden!“ Wer bei einer Haustürwerbung, auf einem Supermarkt-Parkplatz oder an einem Informationsstand angesprochen wird, sollte deshalb genau hinschauen und prüfen, für was und wen er da letztlich wirklich spendet. Halter bittet ausdrücklich darum, bei ihm selbst nachzufragen, wenn sich jemand unsicher ist, ob die Spende auch ankommt. Der einzige wirklich sichere Weg führt immer über das Spendenkonto des BRK-Kreisverbands (IBAN: DE16 7105 0000 0000 0007 37).
Ehrenamtliche wie Rosi Helliel sind besorgt, dass sich dieser Trend weiter fortsetzen könnte und langfristig dann Spenden fürs regionale Hospizmobil fehlen: „Wir erfüllen jährlich über 100 oftmals letzte Wünsche in unserer Region, investieren richtig viel Freizeit und haben mit mittlerweile zwei Fahrzeugen auch hohe Kosten, die wir noch immer ausschließlich über Spenden decken können. Diese Spenden brauchen wir auch, damit die oftmals letzten Wünsche unabhängig von den finanziellen Verhältnissen der Fahrgäste kostenfrei bleiben!“ Seit Juli 2018 erfüllt das Herzenswunsch Hospizmobil des Roten Kreuzes schwerstkranken Menschen im Berchtesgadener Land, im Landkreis Traunstein und im Land Salzburg ihre oftmals letzten Wünsche. Inzwischen wurden mit dem regionalen Dienst bereits mehrere hundert Fahrten durchgeführt. Allein 2025 konnten die Ehrenamtlichen 106 Wünsche erfüllen. Weil die Nachfrage mit oft zeitgleichen und wegen der wenigen verbleibenden letzten Lebenstage auch immer wieder zeitkritischen Fahrten kontinuierlich gestiegen ist, steht seit Herbst 2024 sogar ein zweites ebenfalls vollständig aus Spenden finanziertes Fahrzeug zur Verfügung. Im September 2026 wurde der mit sechs Jahren und einer mittlerweile hohen Laufleistung altersschwache Ford Transit gegen ein Neufahrzeug ausgetauscht.
