· Einsätze

Eine Tote und ein schwer Verletzter bei zwei Kradunfällen – Betrunkener Autofahrer prallt gegen Brückenpfeiler – Auto brennt am Königssee

BISCHOFSWIESEN/BERCHTESGADEN/SCHÖNAU – Am Samstagnachmittag waren die Einsatzkräfte im inneren Landkreis bei zwei schweren Motorradunfällen am Eisenrichter und in der Böcklweiherstraße, bei einem Autounfall an der Watzmanntherme und wegen eines brennenden Autos am Königssee gefordert.

Gegen 17.50 Uhr wurde über Notruf ein brennendes Auto in der Nähe der mit Solarpanelen überdachten Parkplätzen am Königssee gemeldet. Die Leitstelle schickte die Freiwilligen Feuerwehren Königssee und Schönau und eine Rettungswagen-Besatzung des Berchtesgadener Roten Kreuzes los, wobei sich vor Ort dann herausstellte, dass das alte Schrottfahrzeug offensichtlich bewusst mit anderen alten Gegenständen kontrolliert unter Aufsicht verbrannt wurde – die schwarze Rauchsäule war weit über den See hinaus und in den Ort hinein zu sehen; die Einsatzkräfte verzichteten dann darauf, das Wrack abzulöschen, da durch den Löscheinsatz zusätzliche Giftstoffe entstehen können. 

Gegen 17.20 Uhr verlor ein alkoholisierter 60-jähriger Berchtesgadener die Kontrolle über seinen Mercedes-Oldtimer und stieß frontal gegen den Betonpfeiler eines Brückengeländers. Der Mann kam aus der Koch-Sternfeld-Straße, überquerte die Bergwerkstraße und überfuhr in einer Linksbewegung den dortigen Bordstein, wodurch zwei Reifen platzten. Daraufhin fuhr der Pkw über den Gehweg wieder auf die Fahrbahn und dort in einer Rechtsbewegung in Richtung der Brücke, die zur Watzmanntherme führt, wo er frontal in einen Betonpfeiler krachte und stark beschädigt wurde. Wie durch ein Wunder waren am sonst sehr belebten Ort gerade keine anderen Menschen, der Wagen sonst erfasst hätte. Die Rettungswagen-Besatzung des Berchtesgadener Roten Kreuzes untersuchte den 60-Jährigen, konnte aber keine ernsthaften Verletzungen feststellen. Ein von der Polizei noch vor Ort durchgeführter freiwilliger Atem-Alkoholtest erbrachte ein sehr hohes Ergebnis, so dass eine Blutentnahme und die sofortige Sicherstellung des Führerscheins angeordnet wurden. Der Mercedes war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. 

Gegen 15.30 Uhr fuhr ein 16-jähriger einheimischer Kradfahrer auf der Böcklweiherstraße in Richtung Bischofswiesen; in einer unübersichtlichen Kurve kam ihm ein 32-jähriger Rumäne mit seinem Auto entgegen – obwohl beide stark abbremsten, stießen die Fahrzeuge zusammen, woraufhin der Kradfaher und sein 15-jähriger Sozius stürzten. Die Leitstelle schickte die Freiwillige Feuerwehr Bischofswiesen und das Rote Kreuz mit beiden Berchtesgadener Rettungswagen, dem Berchtesgadener Notarzt und dem Traunsteiner Rettungshubschrauber „Christoph 14“ los. Notärzte und Sanitäter versorgten den 16-Jährigen und flogen ihn dann zum Klinikum Traunstein; der leicht verletzte 15-Jährige wurde vor Ort ebenfalls versorgt, kam aber nicht ins Krankenhaus. Die Insassen des Autos blieben unverletzt. Nach ersten Erkenntnissen der Traunsteiner Verkehrspolizei deutet alles darauf hin, dass der Kradfahrer zu schnell unterwegs war. 25 Feuerwehrleute waren im Einsatz.

Gegen 13.20 Uhr war eine 37-jährige Inzellerin auf der B20 am Eisenrichter mit ihrer Harley Davidson gestürzt und in einen entgegenkommenden Reisebus geschlittert, wobei sie so schwer verletzt wurde, dass sie trotz aller Mühen von Ersthelfern und Einsatzkräften nicht mehr gerettet werden konnte. Die Frau war in Richtung Bad Reichenhall unterwegs, musste wegen eines vor bremsenden Autos ebenfalls abbremsen, stürzte dabei aber und schlitterte in den Gegenverkehr. Die Leitstelle schickte die Freiwilligen Feuerwehren Bischofswiesen und Bayerisch Gmain sowie das Rote Kreuz mit dem Traunsteiner Rettungshubschrauber „Christoph 14“ und Notarzt und Rettungswagen aus Bad Reichenhall los, die die Frau aber nicht mehr ins Leben zurückholen konnten. Der nachgeforderte Kriseninterventionsdienst (KID) des Roten Kreuzes kümmerte sich um die Betroffenen. Um den genauen Hergang zu klären ordnete die Staatsanwaltschaft Traunstein ein unfallanalytisches sowie ein technisches Gutachten an. Zur aufwendigen Unfallaufnahme und Verkehrsregelung waren neben Streifen der Polizeiinspektionen Berchtesgaden und Bad Reichenhall auch über 50 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Bischofswiesen und Bayerisch Gmain im Einsatz; die B20 blieb über vier Stunden lang komplett gesperrt.