SCHNEIZLREUTH/JETTENBERG – Die Einsatzkräfte der Bergwachten Bad Reichenhall und Teisendorf-Anger waren während der vergangenen Tage für sechs Verletzte im Einsatz. Am Mittwochnachmittag (2. September) ging kurz nach 13.30 Uhr ein Notruf aus der Aschauer Klamm ein, wo eine 66-jährige Wanderin aus dem Salzburger Land gestürzt und mit dem Gesicht aufgeschlagen war. Neun Bergretter rückten aus, forderten zur Schmerzbekämpfung den Reichenhaller Notarzt nach und radelten die medizinisch Versorgte dann mit der Gebirgstrage zum Haiderhof, wo sie eine Rettungswagen-Besatzung des Reichenhaller Roten Kreuzes übernahm und in die Kreisklinik Bad Reichenhall einlieferte. Der Einsatz dauerte drei Stunden.
In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch ging gegen 3.45 Uhr vom Lusabethkaser am Untersberg ein Notruf ein, da bei einem Nachbarkaser ein 70-Jähriger aus dem Salzburger Flachgau schwer gestürzt war und sich am Brustkorb verletzt hatte. Die Reichenhaller Bergwacht fuhr bis zum Nierntalsattel und stieg dann zusammen mit dem Bergwacht-Notarzt zur Erstversorgung über den Reißensteig aufs Plateau auf, während der nachtflugtaugliche und mit einer Winde ausgestattete Ennstaler Notarzthubschrauber „Christophorus 14“ im Anflug war, der an den Zehnkaser-Almen landen konnte, wo die Notärztin dann den Mann weiter mit der Bergwacht versorgte, bevor er im ersten Tageslicht zum Salzburger Unfallkrankenhaus geflogen wurde. Sieben Bergretter waren rund vier Stunden lang im Einsatz.
Am Dienstagnachmittag (1. September) setzte gegen 15.30 Uhr ein 56-jähriger Hamburger einen Notruf ab, da er sich mit seinem E-Bike bei der Abfahrt vom Paul-Gruber-Haus am Müllnerberg verfahren hatte, in unwegsames Gelände geraten und schließlich zwischen Gebersberg und Scharnrücken mit dem Rad über den felsdurchsetzten Steilhang zum Kugelbach hinabgerutscht war. Die Bergwacht stieg zum Fuß vom Ulrichsholz aus auf und musste sich gute 60 Meter zu dem Mann abseilen, der zwar nach erster Einschätzung mit Schürfwunden davongekommen war, aber es geländebedingt nicht mehr nach oben zum Steig hinaufschaffte, weshalb die Bergwacht dann den Traunsteiner Rettungshubschrauber „Christoph 14“ nachforderte, der zunächst mit seinem Notarzt den Patienten per Winde aufnahm und zum Schneizlreuther Wirt ausflog und danach noch per Winde die beiden Bergretter an der Einsatzstelle abholte. Die restliche Mannschaft baute sie Seile ab und stieg zu Fuß ab, wobei zehn Bergretter rund drei Stunden im Einsatz waren. Um die Bergung des Radls kümmerte sich am nächsten Tag die Alpine Einsatzgruppe (AEG) der Polizei, die am Abend auch noch den Urlauber zu seiner Unterkunft zurückgefahren hatte.
Am Sonntagnachmittag (30. August) war kurz nach 15 Uhr eine 65-jährige Wanderin aus der Oberpfalz im Abstieg von der Stoißer Alm am Teisenberg ausgerutscht und hatte sich so schwer am Fuß verletzt, dass sie die Bergwacht versorgen und ins Tal fahren musste, wo sie eine Rettungswagen-Besatzung des Reichenhaller Roten Kreuzes übernahm und in die Kreisklinik Bad Reichenhall brachte; der Einsatz dauerte gute eineinhalb Stunden. Am 26. August hatte sich kurz nach 14.30 Uhr ein 15-jähriger Italiener beim Schnitzen an der Steiner Alm am Hochstaufen schlimm geschnitten. Ersthelfer und die Bergwacht versorgten ihn, bevor er mit dem Bergrettungsfahrzeug zunächst ins Tal und dann weiter zur Kreisklinik Bad Reichenhall gefahren wurde. Am 23. August war kurz nach 15 Uhr eine 58-Jährige aus Oberfranken bei der Abfahrt von der Steiner Alm am Hochstaufen nach Aufham im Steilstück am Schinderbründl gestürzt. Die Bergwacht versorgte ihre Verletzungen an Knie und Ellbogen und übergab sie im Tal an eine Rettungswagen-Besatzung des Reichenhaller Roten Kreuzes, die sie in die Kreisklinik Bad Reichenhall brachte; der Einsatz dauerte eineinhalb Stunden.














