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Drei schwer Verletzte bei SUV-Frontalzusammenstoß auf der B20 bei Piding

PIDING – Am Mittwochmittag sind gegen 12 Uhr auf der B20 bei Piding Höhe des Aldi-Markts ein VW T-Cross aus dem nördlichen Berchtesgadener Land und ein Opel Crossland aus Ostschwaben frontal zusammengestoßen, wobei der 83-jährige VW-Fahrer, der 86-jährige Opel-Fahrer und seine 82-jährige Beifahrerin nach erster Einschätzung des Roten Kreuzes mittelschwer bis schwer verletzt wurden.

Der VW-Fahrer war in Richtung Reichenhall unterwegs und offenbar aufgrund eines gesundheitlichen Problems über den Fahrbahnteiler auf die Gegenspur geraten, wobei der erste entgegenkommende Autofahrer noch ausweichen konnte, der nächste entgegenkommende Opel-Fahrer aber keine Chance hatte und einen Frontalzusammenstoß nicht mehr verhindern konnte. Trotzdem hatte er Glück im Unglück, als sein Opel sofort zu brennen anfing, er aber die durch den Unfall deformierte Türe nicht mehr selbst öffnen konnte: seine Frau und eine weitere Ersthelferin reagierten geistesgegenwärtig und befreiten ihn aus dem Auto. Ein weiterer Ersthelfer ging mit seinem Handfeuerlöscher gegen die Flammen vor und verhinderte Schlimmeres.

Die Leitstelle Traunstein schickte die Freiwillige Feuerwehr Piding und zunächst beide Rettungswagen des Reichenhaller Roten Kreuzes zum Unfallort, die nach der ersten Lageerkundung den Freilassinger Rettungswagen und den Reichenhaller Notarzt nachforderten. Die Leitstelle schickte zusätzlich den Einsatzleiter Rettungsdienst und zum schnellen und schonenden Transport des VW-Fahrers den Traunsteiner Rettungshubschrauber „Christoph 14“ los; der Pilot konnte auf dem von der Feuerwehr abgesicherten Aldi-Parkplatz landen, dort den Patienten übernehmen und dann zum Klinikum Traunstein fliegen. Die beiden Schwaben kamen mit zwei Rettungswagen in die Kreisklinik Bad Reichenhall. Die Feuerwehr übernahm die Erstversorgung der Verletzten, bis das Rote Kreuz eintraf, sicherte die Unfallstelle ab, reinigte die Fahrbahn, stellte den Brandschutz sicher und regelte den Verkehr. Eine Streifenbesatzung der Reichenhaller Polizei nahm den genauen Hergang auf und zog zur Klärung einen Gutachter hinzu. Durch den Unfall und die rund eine Stunde komplett gesperrte Straße staute sich der restliche Verkehr in alle Richtungen kilometerweit zurück.