SCHÖNAU AM KÖNIGSSEE – Einsatzkräfte von Rotem Kreuz, Feuerwehr und Polizei mussten am Donnerstagabend gegen 21.45 Uhr an die Königsseer Ache ausrücken, wo auf Höhe der Fischzucht über Notruf Hilferufe gemeldet worden waren. Vor Ort fanden sie wenige Minuten später einen stark betrunkenen 58-jährigen Hessen, der auf dem Heimweg über die rund zwei Meter hohe Böschung direkt an einem Zufluss in die Ache abgestürzt war und dem seine 59-jährige Frau dann helfen wollte. Ersthelfer, der Einsatzleiter der BRK-Wasserwacht, der bereits wegen eines vorherigen Einsatzes noch am Königssee war und eine Polizei-Streifenbesatzung retteten das durchnässte und frierende Duo rasch aus dem ufernahen Wasser.
Der Landrettungsdienst des Roten Kreuzes rückte mit der Berchtesgadener Notärztin sowie einem Rettungswagen und einem Krankenwagen aus Bad Reichenhall an, und versorgte den nach erster Einschätzung mittelschwer am Rücken verletzten, kurzzeitig bewusstlosen und unterkühlten Mann und die leicht mit Schürfwunden verletzte, aber ebenfalls unterkühlte Frau und lieferte dann beide in die Kreisklinik Bad Reichenhall ein. Während der Versorgung wurde der Mann zeitweise aggressiv gegenüber den Einsatzkräften. Die Schnell-Einsatz-Gruppe (SEG) der BRK-Wasserwacht suchte die Ache mit acht Einsatzkräften nach möglichen weiteren Betroffenen ab und sicherte die Arbeiten am Wasser ab. Die Freiwillige Feuerwehr Königssee leuchtete die Einsatzstelle aus.
Bereits gegen 19.50 Uhr mussten Bergwacht und Wasserwacht zur Fischunkelalm am Obersee ausrücken, wo eine 49-jährige Berlinerin mit Überlastungsknieschmerzen nach einer zweitägigen Bergtour nicht mehr weiterkam. Die Einsatzkräfte fuhren mit dem Rettungsboot nach Salet und gingen der Frau dann entgegen, die bereits langsam den Abstieg vom Obersee begonnen hatte. Sie wurde versorgt und dann mit dem Boot zur Seelände gefahren, wobei der Einsatz gute zwei Stunden dauerte.



