RAMSAU BEI BERCHTESGADEN – Die Bergwacht Ramsau war bisher im September bei insgesamt 17 Einsätzen gefordert und hat dabei 19 Menschen gerettet, die am Watzmann, am Hochkalter, auf der Reiter Alpe und im Lattengebirge in Not geraten waren. Am vergangenen Sonntagnachmittag (20. September) mussten die Bergwacht Ramsau und die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“ eine 25-jährige Frau aus dem Landkreis Rosenheim von der Schärtenspitze retten, die gegen 14 Uhr akut erkrankt war. Bereits gegen 12.20 Uhr brauchte ein 71-jähriger Holländer auf dem Wanderweg westlich der Gerstreit die Bergwacht, da er sich am Knie verletzt hatte; die Bergretter versorgten ihn und brachten ihn zur befestigten Straße, wo ihn eine Rettungswagen-Besatzung des Berchtesgadener Roten Kreuzes übernahm und dann in die Kreisklinik Bad Reichenhall einlieferte.
Am Samstagnachmittag (19. September) war gegen 15 Uhr ein 19-Jähriger aus Baden-Württemberg im Watzmann-Südspitz-Abstieg gestürzt und mit einer Knieverletzung nicht mehr weitergekommen. Die Bergwacht und „Christoph 14“ versorgten ihn, flogen ihn ins Tal und übergaben ihn die Krankenwagen-Besatzung des Berchtesgadener Roten Kreuzes, die ihn in die Kreisklinik Bad Reichenhall brachte. Bereits gegen 11.40 Uhr brauchte eine zuvor im Aufstieg gestürzte 47-Jährige aus Oberösterreich mit einer Fußverletzung auf dem Südspitzgipfel Hilfe, die die Bergwacht dann zusammen mit dem Zeller Notarzthubschrauber „Alpin Heli 6“ per Tau ausflog.
Am Freitagabend (18. September) hatte gegen 19.20 Uhr ein bei einsetzender Dunkelheit verstiegener 55-jähriger Bergsteiger aus Baden-Württemberg im Watzmann-Südspitz-Abstieg den Notruf gewählt. Die Besatzung des nachtflugtauglichen Ennstaler Notarzthubschraubers „Christophorus 14“ rettete den Mann zusammen mit der Bergwacht Ramsau per Winde und flog ihn ins Tal; die Bergwacht musste den Heli mit dem Kerosinanhänger nachtanken. In der Nacht von Dienstag (15. September) auf Mittwoch brauchten zwei 44 und 48 Jahre alte Bergsteiger aus Niedersachsen Hilfe, die sich ebenfalls im Südspitz-Abstieg verstiegen hatten. Die Frau und der Mann waren bereits seit 4 Uhr in der Früh unterwegs und dementsprechend am Ende ihrer Kräfte. Die Bergwacht Ramsau rettete das unverletzte Duo zusammen mit der Besatzung des Polizeihubschraubers „Edelweiß 6“.
Am frühen Montagnachmittag (14. September) ging gegen 13.30 Uhr ein Notruf vom Rotpalfen ein, wo ein unverletzter 37-jähriger Münchner auf der Blaueis-Umrahmung nicht mehr weiterkam. Die Bergwacht rettete den Mann zusammen mit „Christoph 14“ per Winde. Am frühen Sonntagnachmittag (13. September) brauchte um 13 Uhr eine 54-jährige Wanderin aus Rheinland-Pfalz notärztliche Hilfe, die sich auf dem Forstweg südöstlich oberhalb der Wimbachklamm schmerzhaft am Bein verletzt hatte. Die Bergwacht forderte vor dann den Landrettungsdienst des Berchtesgadener Roten Kreuzes nach, brachte die Notärztin zur Einsatzstelle und die notfallmedizinisch versorgte Frau dann zum Parkplatz Wimbachbrücke; von dort aus gings per Rettungswagen weiter zur Kreisklinik Bad Reichenhall.
Am Samstagabend (12. September) gingen kurzzeitig zwei Bergsteiger am Schaflsteig auf der Reiter Alpe ab, die der Wirt der Neuen Traunsteiner Hütte gegen 21.10 Uhr als vermisst gemeldet hatte, da sie sich um 19 Uhr gemeldet hatten, dass sie später dran sind und dann weder angekommen noch telefonisch erreichbar waren; der Einsatz löste sich dann aber vor einer Vermisstensuche in Wohlgefallen auf. Gegen 15.20 waren am Toten Mann zwei 61 und 64 Jahre alte Urlauber aus Nordrhein-Westfalen mehrere Meter tief abgestürzt. Die Bergwacht Ramsau und die Besatzung des Hinterglemmer Notarzthubschrauber „Martin 6“ versorgten die schwer verletzte Frau und den leichter verletzten Mann; die Frau kam dann per Heli zum Salzburger Unfallkrankenhaus und der Mann mit der Bergwacht per Fahrzeug ins Tal, wo ihn eine Rettungswagen-Besatzung des Berchtesgadener Roten Kreuzes übernahm und in die Kreisklinik Bad Reichenhall einlieferte.
Am Dienstagabend (8. September) ging gegen 20.30 Uhr ein nicht mehr erreichbarer Bergsteiger auf der Watzmann-Überschreitung ab, der noch nicht an der Grieshütte angekommen war und sich auch nicht rückgemeldet hatte; der Einsatz löste sich vor einer größeren Suche ebenfalls in Wohlgefallen auf. Am Montagabend (7. September) hatten gegen 21.45 Uhr zwei 57 und 59 Jahre alte Bergsteiger aus Baden-Württemberg den Notruf gewählt, da sie in rund 1.500 Höhenmetern im unteren Südspitz-Abstieg erschöpft und verstiegen nicht mehr weiterkamen. Die Bergwacht Ramau fuhr ins hintere Gries, stieg zu Fuß auf, fand das Duo und brachte es sicher ins Tal. Am Sonntagnachmittag (6. September) brauchte ein akut erkrankter 33-jähriger Münchner im hinteren Wimbachgries notärztliche Hilfe, den die Bergwacht Ramsau zusammen mit „Christoph 14“ versorgte. Bereits um 10 Uhr hatte sich auf dem Weg vom Stadelhorn in die Mayrbergscharte auf der Reiter Alpe gestürzter 31-jähriger Holländer am Finger verletzt, den die Bergwacht ebenfalls zusammen mit „Christoph 14“ versorgte, per Winde rettete und dann im Tal zum Weitertransport in die Kreisklinik Bad Reichenhall an die Krankenwagen-Besatzung des Berchtesgadener Roten Kreuzes übergab.
Am Freitagabend (4. September) gegen 20.20 Uhr hatten sich zwei 21 und 22 Jahre alte Männer aus Oberfranken im Abstieg von der Reiter Alpe in rund 1.400 Höhenmetern südlich des Wachterlsteigs verstiegen. Die Bergwacht Ramsau konnte das unverletzte Duo zusammen mit der Besatzung des Polizeihubschraubers „Edelweiß 7“ orten und per Winde retten. Am Mittwochvormittag (2. September) brauchte gegen 11.30 Uhr ein 65-jähriger Oberpfälzer mit einer Fingerverletzung am Watzmannhaus Hilfe, den die Bergwacht versorgte, ins Tal fuhr und an die Krankenwagen-Besatzung des Reichenhaller Roten Kreuzes übergab, die ihn in die Kreisklinik Bad Reichenhall brachte. Am Dienstagabend (1. September) musste die Bergwacht um 18 Uhr zur Grieshütte fahren und einen 32-jährigen Unterfranken holen, der mit einer Fußverletzung selbst nicht mehr absteigen konnte.


