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37-jähriger Kletterer wird am Feuerhörndl durch Steinschlag am Oberschenkel verletzt

SCHNEIZLREUTH/JETTENBERG – Am frühen Donnerstagnachmittag (1. Oktober) waren die Reichenhaller Bergwacht und die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“ am Feuerhörndl auf der Nordseite der Reiter Alpe im Einsatz, wo gegen 13.40 Uhr ein 37-jähriger Einheimischer am Einstieg der Route Alte Liebe (7) durch einen großen herabfallenden Stein sehr schmerzhaft am Oberschenkel verletzt worden war. Der Kletterer und seine beiden Begleiter hatten zuvor die parallele Route Astrofant (6+/7-) bis zur fünften Seillänge durchstiegen und sich dann alle drei an der Alten Liebe bis auf einen Absatz rund 50 Meter über dem Wandfuß abgeseilt, als plötzlich ein rund 40 Zentimeter großer Stein aus der Wand herabstürzte und den 37-Jährigen am Oberschenkel traf, der wahrscheinlich Glück im Unglück hatte, da er sich im letzten Moment noch weggedreht und somit verhindert hatte, dass er am Kopf getroffen wird.

„Christoph 14“ nahm am Landeplatz der Wehrtechnischen Dienststelle Oberjettenberg einen erfahrenen Kletterer der Bergwacht auf und setzte ihn dann mit dem Notarzt per Winde außerhalb der Steinschlagzone am Wandfuß ab, von wo aus dann beide Retter durch leichte Kletterei zum Patienten aufstiegen, ihn kurz untersuchten und in einem Rettungssitz sicherten. Die Heli-Besatzung schaffte es trotz der senkrechten Felswand und der über der Einsatzstelle verlaufenden Seilbahn mit der maximal möglichen Länge des Windenseils von 92 Metern den Verletzten und den Arzt direkt am Unfallort aufzunehmen und beide zur Kreisklinik Bad Reichenhall zu fliegen. Der Bergretter kletterte wieder zum Wandfuß ab und wurde dort dann mit der Winde (rund 30 Meter) aufgenommen und ins Tal geflogen. Insgesamt waren sieben ehrenamtliche Bergretter eine gute Stunde lang im Einsatz.